Kategorie "Zeitgeschehen"
Immer wieder geschehen Ereignisse, die die Geschichte unserer Welt prägen und die es wert sind, kommentiert zu werden. Warum nicht in Form von Aphorismen? Gerade das aktuelle Zeitgeschehen gibt
doch immer wieder wertvolle Denkanstöße, aus denen heraus Aphorismen und Sentenzen geboren werden.
- Innerer Widerstand gegen ein schlechtes totalitäres Regime erinnert mich an Krebs, der positive Metastasen verstreut. (S.H.)
- Erinnerungen an zurückliegendes Unrecht sind doch nicht dazu gedacht, heutige Generationen zu knechten. Sie sind vielmehr ein weises Stilmittel, verblassten, unscharfen Bildern ihre Farbe
und Schärfe zurück zu geben, damit die Betrachtung durch das bewusste Auge geschieht und nicht im Kanal des Vergessens verschwindet. (S.H.)
- Kommunismus ist nicht lebbar, solange falschverstandener Hedonismus das Für- und Miteinander zu fahler Theorie verblassen lässt. (S.H.)
- Wo der Chor der Masse nach Gutdünken Lieder anstimmt, wird Beständigkeit kaum Chancen haben. (S.H.)
- Töne müssen aufeinander abgestimmt sein, um harmonischen Gleichklang zu erzeugen. Alles andere tut weh in den Ohren. Vielleicht könnte man diese Erkenntnis mal auf Diskussionen
übertragen? (S.H.)
- Pressefreiheit sollte als grundlegendes Recht des Menschen auf freie Zugänglichkeit zu Informationen verstanden werden. Menschen, die Anstand besitzen, werden dort, wo Würde und Freiheit
Einzelner beschädigt wird, ihre natürlichen Grenzen gezogen sehen. Sie werden nicht unter dem Deckmäntelchen der Pressefreiheit mit ekelerregender Sturheit in die Persönlichkeitsrechte anderer
eindringen wollen. (S.H.)
- Leben fortreißend hinterlässt die große Flut Trauer und Fassungslosigkeit. Gleichzeitig tränkt sie den Boden, der den Samen des Mitgefühls, der Hilfsbereitschaft und grenzüberschreitenden
Zusammenstehens wachsen lässt. (anlässlich der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004) (S.H.)
- Opportunismus ist nicht dasselbe wie Anpassungsvermögen: Letzteres wird in vielen Fällen aus der Vernunft heraus geboren während ersteres einfach nur klebt....... (S.H.)
- Weihnachtshektik - Wenn Menschen sich schon von kleinsten Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen lassen, so ist dies der größte Beweis dafür, dass im Menschen ein regelmäßig wiederkehrendes
Programm abläuft, das die Winterzeit zur Ruhezeit erklärt und sie zum Ausruhen, Innehalten zwingt. Wenn Menschen lernten, aus dem Alltag Ruhe und damit Kraft zu schöpfen, es gäbe keine
Weihnachtshektik mehr - allerdings auch kein Weihnachten! (S.H.)
- Eine Feier mit geistig behinderten Menschen lehrte mich vorurteilsfreies Annehmen anderer: Sie nahmen mich einfach an, obwohl ich so anders war als sie. (S.H.)
- Gier macht hässlich! (S.H.)
- "Jeder dumme Mensch könne einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt könnten keinen herstellen," sagte Arthur Schopenhauer. Warum herstellen, wenn man das Original nur
beliebig oft kopieren braucht? (S.H.)
- Wo das Recht auf Dürfen als Zwang zum Müssen missbraucht wird, verliert es seine Berechtigung. (S.H.)
- Wenn zwei Wege auf völlig verschiedenen Richtungen zu einem Ziel führen, muss man nicht Hand-in-Hand miteinander gehen, um in Frieden zu leben. Es reicht, wenn man einander
unbehelligt seines Weges ziehen lässt. (S.H.)
- Wofür steht F-R-I-E-D-E? e-rmöglichen. Er steht für F-reie R-ichtungswahl i-n e-inem D-asein e-rmöglichen. (S.H.)
- Wenn ein Läufer aufgrund seiner Stärke und Prominenz bereits zehn Meter weiter vorne starten darf, braucht man sich nicht wundern, wie am Ende der 100-Meter-Lauf ausgehen wird.
(S.H.)
- Frauenrechte sind nicht zu erkämpfen, sondern eine naturgegebene Selbstverständlichkeit, die nur in manche Männerköpfe eingehämmert werden muss. (S.H.)
- Stillstand: Sofa des Lebens. (S.H.)
- Gourmetmenü der Bequemlichkeit: Fernbedienung auf Nierentisch an Sofa-Kartoffel. (S.H.)
- Wann ist eine Gesellschaft mit Perspektivlosigkeit überdosiert? Wenn "Auf dem Sofa Lottern" an oberster Stelle bei jugendlichen Berufswünschen steht. (S.H.)
- Macht bedarf der Hinnahme. (S.H.)
Das Copyright bei allen Aphorismen liegt bei (c) Sigrun Hopfensperger (Hopfensperger-Aphorismen)